RETTET OBERWÖHR
Bürgerinitiative

Unser Anliegen

Die Stadt Rosenheim plant aus ihrem Stadtgebiet Oberwöhr ein zweites Neuperlach zu machen – Oberwöhr City.

Anfang der sogenannten Stadtentwicklung „Rosenheim Süd“ soll ein neues Wohngebiet an der Krainstraße Nordwest bilden: 16 drei- bis viergeschossige Wohnungsbauten mit insgesamt 165 Wohneinheiten, ca. 500 Bewohnern und 300 Autos. In einem Hochwasserrisikogebiet!

Der Stadtrat hat dem Projekt bereits mehrheitlich zugestimmt und versucht das Verfahren im Schnelldurchlauf durchzusetzen.

Eine Einbindung der Öffentlichkeit erfolgt nur stückchenweise und ausserordentlich spät. Diskussionen bzgl. einer künftigen Bebauung finden jedoch schon lange und umfassend statt.

Die Anwohner fühlen sich bei der Planung des neuen Wohngebietes gänzlich übergangen und haben eine Bürgerinitiative gegründet.

Zu viele kritische Themen wurden noch nicht gutachterlich bewertet.

Zu viele essenzielle Fragen können nicht beantwortet werden. 


Vorgehen Stadtentwicklung Rosenheim Süd

Neben der aktuell zu diskutierenden Bebauungsfläche „Krainstraße Nordwest“, hat die Stadt Rosenheim bereits anteilig Flächen „südlich der Krainstraße“ sowie der „Kirchenwiese“ zur weiteren Bebauung erworben.

Welche Planungen gibt es gesamthaft für das Gebiet in der weiteren Städteentwicklung?

Die häppchenweise und lückenhafte Informationspolitik der Stadt führt dazu, dass jegliches Vertrauen in die Politik verloren geht und wir uns als Bürger dieser Stadt nicht ernst genommen fühlen. 


 An-/Eingliederung in bestehende Siedlungsstruktur

Ist eine derartige Baumassenentwicklung an dieser Stelle städtebaulich vertretbar?

Oberwöhr zeichnet sich heute durch eine klar ablesbare dörfliche Struktur aus, mit seiner Kirche und der großen Wiese als Dorfkern.

Der Platz ist ein wichtiger sozialer Treffpunkt der Oberwöhrer Gemeinde, deren Feste (1. Mai, Sonnwendfeuer, Pfadfinder) über das Stadtgebiet hinaus bekannt und beliebt sind.

Die geplanten Bauvorhaben sprengen jegliche Maßhaltigkeit und würden den heutigen Charakter des kompletten Stadtteils Oberwöhr zerstören. 


Grundwassersituation

Im Entwicklungsgebiet herrschen oberflächennahe Grundwasserstände vor.

Die 16 zu errichtenden Gebäude sollen unterkellert und über gemeinsame Tiefgaragen verbunden werden. Wie viel m³ Volumen werden hierfür unterirdisch verbaut? Erdreich, welches nicht mehr als Speicherkapazität für Grundwasser oder Regen zur Verfügung steht.

Welche verheerenden Auswirkungen mag diese enorme Verdrängung von Versickerungsvolumen für die unmittelbar angrenzende, bestehende Siedlung haben?


 

 

Hochwassergefahr

Das geplante Bauland gilt als Hochwasserrisikogebiet.

Laut dem Wasserwirtschaftsamt stellt das „Knie“ der Mangfall in Oberwöhr die kritischste Stelle im gesamten Verlauf der Mangfall dar.

Zudem hat die Vergangenheit gelehrt, dass auch die beiden Zuflüsse Kalten und Auerbach entscheidend zum Hochwasser beitragen.

Die massive Oberflächenversiegelung inkl. der Anhebung des gesamten 2,7 ha großen Baugeländes würde nur dem Schutz der neu gebauten Wohnblöcke dienen, jedoch zum eklatanten Nachteil der bestehenden Siedlungsstruktur in Oberwöhr werden.


 

Erschließungskonzept / Verkehr

500 neue Bürger mit ca. 300 zusätzlichen Fahrzeugen bedeuten eine Verdoppelung des flächenmäßig 10mal so großen bisherigen Oberwöhrs.

Die gegenwärtige Verkehrsinfrastruktur wird dieses erhöhte Straßenverkehrsvolumen nicht bewältigen können, was sich nicht nur auf Oberwöhr, aber auch auf das anliegende Aisingerwies und die Schwaig negativ auswirken wird.

Von einem weiteren Bevölkerungszuwachs über die beiden anderen anvisierten Wiesen in Oberwöhr mal ganz abgesehen. 


Öffentliche Infrastruktur wie Kindergärten und Schulen

Welche weiteren Infrastrukturmaßnahmen sind erforderlich um dem massiven Bevölkerungszuwachs gerecht zu werden?

Es gibt keine Aussagen zur Entwicklung von erforderlichen öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen.

Bereits jetzt sind die bestehenden Kindergärten in Oberwöhr und Umgebung voll ausgelastet und viele Kinder werden erst mit einjähriger Verzögerung aufgenommen. 


Natur / Umweltaspekt

Die Grünflächen an der Mangfall sind Teil eines intakten Naherholungsgebietes.

Sie bieten den Menschen Platz zur Erholung und schaffen Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Das geplante Bauvorhaben zerstört wichtigen Erholungsraum und naturnahe Flächen, für die bis vor Kurzem noch Fördergelder zur Verfügung gestellt wurden. 


Rosenheimer Modell - „Bezahlbarer Wohnraum“

Durch die Monopolstellung des Bauträgers Beck & Fraundienst Wohnbau GmbH & Co. KG hinsichtlich den am Markt frei verfügbaren Wohnungen im neuen Viertel, würde die von der Stadt Rosenheim proklamierte Zielsetzung „Bezahlbarer Wohnraum“ eindeutig verfehlt werden. 

Der knappe Wohnraum in Kombination mit dem fehlenden Wettbewerb, wird zwangsläufig dazu führen, dass die Immobilienpreise unverhältnismäßig steigen.

Vorrangiges Ziel der Stadt muss es doch sein, Wohnraum für ihre einheimische junge Generation zu schaffen, anstatt Münchener Investoren Einzug zu gewähren.



SIEHT SO MODERNE STADTENTWICKLUNG AUS?

LASST SIE DAS NICHT MIT UNS MACHEN!

 

Unsere Bürgerinitiative hat derzeit knapp 400 eingetragene Mitglieder und jeder von uns ist bereit alles dafür zu geben, dass aus Oberwöhr kein zweites Neuperlach wird.